Würzburg, 27. Juni 2019


Die Autohaus Gruppe Spindler plant ein eigenes Vergütungssystem

Die Autohaus Gruppe Spindler plant für ihre Mitarbeiter der Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi und Škoda die Einführung eines neuen, modernen und transparenten Vergütungssystems. In den Würzburger Autohäusern sollte diese Einführung gemeinsam mit der IG Metall umgesetzt werden. Nach anfänglich signalisierter Zustimmung lehnt die IG Metall das neue Vergütungssystem nun jedoch ab. Spindler hält dagegen an der Einführung eines neuen Vergütungssystems fest und hat den mit der IG Metall bestehenden Haustarifvertrag gekündigt.


Spindler, einer der größten Arbeitgeber im Automobilhandel in Mainfranken, hat mit der Entwicklung eines neuen Vergütungssystems einerseits auf die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung reagiert, bei der die etwa 630 Mitarbeiter sich mehr Transparenz beim Thema Entgelt wünschten. Andererseits war die Erarbeitung des neuen Systems eigentlich Bestandteil einer Vereinbarung mit der IG Metall aus dem Jahr 2018.

Zukunftsfähiges Vergütungssystem

Die Ergebnisse der umfassenden Entwicklungsphase im Hinblick auf das neue Vergütungssystem wurden der Tarifkommission der IG Metall im Februar 2019 im Rahmen einer Verhandlungsrunde vorgestellt. Die Gewerkschaft war ihrerseits ohne alternativen Modellvorschlag in das Gespräch mit Spindler gegangen, avisierte aber im Verlauf mehrerer Treffen ihr Einverständnis mit dem erarbeiteten System. Dieses weist durch das Abbilden veränderter Strukturen und neuer Berufsfelder eine deutlich höhere Zukunftsfähigkeit auf: Insbesondere im Hinblick auf die Definition der Berufsgruppen war das System der Flächentarifverträge teilweise Jahrzehnte alt. Zudem bietet es den Mitarbeitern die gewünschte Transparenz, bspw. über die Gehaltsentwicklungen innerhalb einer Berufsgruppe.

Alternativlose Ablehnung seitens der IG Metall

Kurz nach der fünften und letzten – vermeintlich erfolgreichen – Verhandlungsrunde teilte die IG Metall Spindler mit, dass das neue Vergütungssystem nun doch keine Zustimmung gefunden habe und man dessen Umsetzung daher ablehne.

Betriebsrat als neuer Verhandlungspartner

Dabei ist hervorzuheben, dass das Ziel des neuen Vergütungssystems nicht in der Erzielung von Einsparungen auf Kosten der Mitarbeiter liegt. Im Gegenteil – die Einführung des neuen Vergütungssystems dürfte für Spindler in den nächsten Jahren Mehrkosten in siebenstelliger Höhe nach sich ziehen, d. h. diese Summe kommt den Mitarbeitern unmittelbar zu Gute. Der Ablehnung der IG Metall zum Trotz hält Spindler an der Einführung des sorgsam erarbeiteten Vergütungssystems fest, da man davon überzeugt ist, dass dieses für alle Beschäftigten ein Gewinn ist. 

Das neue Vergütungssystem soll daher auf betrieblicher Ebene gemeinsam mit dem Betriebsrat eingeführt und umgesetzt werden. Um den rechtlichen Rahmen hierfür zu schaffen, hat Spindler alle mit der IG Metall bestehenden tariflichen Vereinbarungen zu nächstmöglichen Termin gekündigt.

Spindler möchte die Verhandlungen mit dem Betriebsrat hierzu umgehend aufnehmen, um das neue Vergütungssystem bereits zum 01. April 2020 einführen zu können. Zudem sollen die Spindler-Mitarbeiter noch in diesem Sommer eine Lohnerhöhung erhalten. Auch hierzu wird man kurzfristig Kontakt mit dem Betriebsrat aufnehmen. Spindler hofft, gemeinsam mit den Betriebsräten das neue, fortschrittliche Vergütungssystem doch noch auf einen guten Weg bringen zu können.

Die MainPost hat einen eigenen Artikel über das aktuelle Thema veröffentlicht. Diesen finden Sie hier: MainPost Artikel

Über Spindler:

Die Autohaus Gruppe Spindler wurde im Jahr 1919 gegründet. Heute ist sie mit insgesamt elf Betriebsstätten in Würzburg, Kitzingen und Kreuzwertheim und über 650 Mitarbeitern eine der größten Automobilhandelsgesellschaften in Mainfranken. Ihre Hauptgeschäftstätigkeit liegt im exklusiven Vertrieb und Service der Marken Audi, Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge und ŠKODA.

Alle Mitarbeiter begreifen sich als ein Team, das eine Leidenschaft teilt: die Leidenschaft für Mobilität. Als echtes Team leben wir Ehrlichkeit, Vertrauen und Respekt und folgen stets dem gemeinsamen Ziel, unsere Kunden zu begeistern. Um dies zu gewährleisten, setzen wir auf Aus- und Weiterbildung – dadurch sichern wir die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und eröffnen Karrierechancen.

Spindler – willkommen beim besten Team!

*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT), Hellmuth-Hirth-Straße 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen bzw. im Internet unter www.dat.de/co2/ unentgeltlich erhältlich ist.
Ab dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (World Harmonised Light Vehicle Test Procedure, WLTP), einem neuen, realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird das WLTP den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ), das derzeitige Prüfverfahren, ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen.

Spindler GmbH & Co. KG
Nürnberger Straße 108
97076 Würzburg

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